Kosten

Pflegeheim oder ambulante Pflege: Was kostet was?

Ein Heimplatz kostet in Hessen im Schnitt über 3.400 € im Monat aus eigener Tasche. Was die Pflegekasse zahlt und welche Wege es zu Hause gibt.

Pflegekraft unterstützt eine ältere Dame in ihrer Wohnung
4 Minuten LesezeitStand: Oktober 2026Von Senni’s Home Care
4 Minuten LesezeitStand: Oktober 2026Von Senni’s Home Care, Langen

Irgendwann kommt in fast jeder Familie die Frage: Geht es zu Hause noch, oder muss es das Heim sein? Meistens wird sie aus Sorge gestellt. Fast nie wird dabei gerechnet. Dabei hilft genau das, eine gute Entscheidung zu treffen. Hier steht, was ein Pflegeheim tatsächlich kostet, was die Pflegekasse zahlt und was das für die Pflege zu Hause bedeutet.

Zahlt die Pflegekasse nicht das Pflegeheim?

Nur einen Teil. Die Pflegekasse ist immer eine Teilkasko, keine Vollkasko, im Heim genauso wie zu Hause. Sie zahlt einen festen Betrag je Pflegegrad, im Heim zwischen 805 € (Pflegegrad 2) und 2.096 € (Pflegegrad 5) im Monat. Ist der Pflegebedarf hoch, bleibt deshalb immer ein Eigenanteil, egal wo gepflegt wird. Das überrascht die meisten Familien, weil sie davon ausgehen, dass mit dem Pflegegrad die Kosten gedeckt sind.

Wie viel muss ich im Heim selbst bezahlen?

In Hessen im Schnitt rund 3.400 € im Monat. Das setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem eigenen Anteil an der Pflege, Unterkunft und Verpflegung (rund 1.000 €) und den Investitionskosten des Hauses (rund 500 €). Das ist ein Durchschnitt, jedes Heim hat eigene Preise.

Was zahlt die Pflegekasse, wenn die Pflege zu Hause bleibt?

Für einen Pflegedienst wie uns gibt es die Pflegesachleistung: 796 € im Monat bei Pflegegrad 2, 1.497 € bei Pflegegrad 3, 1.859 € bei Pflegegrad 4 und 2.299 € bei Pflegegrad 5. Dazu kommt der Entlastungsbetrag von bis zu 131 € im Monat. Pflegt die Familie selbst, gibt es stattdessen Pflegegeld, zwischen 347 € und 990 € je nach Pflegegrad. Und beides lässt sich kombinieren: Was vom Budget für den Pflegedienst übrig bleibt, wird anteilig als Pflegegeld ausgezahlt.

Gibt es etwas zwischen Pflegeheim und Pflegedienst?

Ja, und für viele Familien ist das die beste Lösung: eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause, dazu ein Pflegedienst für die Pflege. Die Betreuungskraft lebt mit im Haushalt und ist rund um die Uhr da. Die eigentliche Pflege, also Körperpflege, Medikamente oder Wundversorgung, übernehmen wir. Aus unserer Erfahrung kostet das in der Regel ab rund 2.500 € im Monat. Der große Vorteil: Ihr Angehöriger bleibt zu Hause, in der gewohnten Umgebung, mit den eigenen vier Wänden, den Nachbarn und dem eigenen Rhythmus.

Ist Pflege zu Hause also immer günstiger?

Nicht immer, aber sehr oft. Zu Hause fallen keine Kosten für Unterkunft und Heimplatz an, Sie wohnen ja schon. Was die Pflege kostet, hängt davon ab, wie oft wir kommen und was wir übernehmen. Wir rechnen das im Gespräch für Ihre Situation genau durch, bevor wir anfangen. Ein Pauschalbetrag hilft niemandem, wenn er am Ende nicht stimmt.

Wann ist das Heim trotzdem die richtige Wahl?

Wenn die Pflege auch mit Unterstützung zu Hause nicht mehr sicher ist, zum Beispiel weil die Wohnung nicht mehr passt oder der Bedarf so hoch ist, dass es zu Hause nicht mehr geht. Das ist keine Niederlage, sondern manchmal die beste Lösung. Wichtig ist, dass die Entscheidung nicht aus Unwissen fällt. Viele Familien wechseln ins Heim, obwohl zu Hause mit etwas mehr Hilfe noch viel gegangen wäre.

Und wenn das Geld nicht reicht?

Dann kann das Sozialamt einspringen, und zwar nicht nur beim Pflegeheim, sondern auch bei der Pflege zu Hause. Die Leistung heißt Hilfe zur Pflege. Kinder müssen dafür nur aufkommen, wenn sie mehr als 100.000 € im Jahr verdienen. Ein angemessenes Eigenheim, in dem die Familie wohnt, muss in der Regel nicht verkauft werden. Die Einzelheiten prüft das Amt im Einzelfall, eine Beratung dort lohnt sich früh.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pflegekasse ist immer eine Teilkasko: Sie zahlt einen festen Betrag, im Heim wie zu Hause.
  • Ein Heimplatz kostet in Hessen im Schnitt rund 3.400 € im Monat aus eigener Tasche.
  • 24-Stunden-Betreuung plus Pflegedienst gibt es ab rund 2.500 €, und man bleibt zu Hause.
  • Wir rechnen Ihre Situation vorher durch, kostenlos und ohne Verpflichtung.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt wieder, was wir in der täglichen Arbeit erleben, und ersetzt keine Rechts- oder Sozialberatung. Ansprüche und Beträge ändern sich — zuletzt mit der Pflegereform 2026. Was in Ihrem Fall gilt, sehen wir gemeinsam im Gespräch nach. Stand dieses Beitrags: Oktober 2026.

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